Wir bekommen einen Hund! – Tag des Einzugs

Veröffentlicht am 15 März 2019 Schreibe einen Kommentar

Langersehnt und nun endlich da – freudestrahlend wird der neue Mitbewohner in die Arme geschlossen. Alle Formalitäten sind geklärt und das Auto für die Heimfahrt vorbereitet. Nun kann ein neuer Lebensabschnitt beginnen!

Die Ankunft

Ein ganz schön aufregender Tag startet für deinen Welpen – nachdem die Fahrt zu seinem neuen Heim geschafft ist, bringst du deinen Welpen bestenfalls zu allererst nach Ankunft zu seinem zukünftigen Löseplatz (stilles Örtchen). Durch seine Aufregung könnte es eventuell die ersten Male etwas länger dauern bis er sein Geschäft verrichten kann. Damit dein Welpe auch versteht, dass er sich an dieser Stelle immer lösen soll, ist es wichtig, ihn gleich danach ausgiebig zu loben um eine positive Verknüpfung aufzubauen. Sobald der erste Gassigang erfolgreich erledigt wurde, kann es auch schon zu seinem neuen zu Hause gehen. Dieses solltest du bereits vor Einzug deines Welpen hergerichtet haben. Im Blogbeitrag „Wir bekommen einen Hund! – Die Vorbereitung“ kannst du nachlesen, auf was du dabei alles achten solltest.

Ein Schritt nach dem anderen

In der Regel sind Welpen sehr neugierig und erkunden gerne ihre neuen Räumlichkeiten. Möglich ist jedoch auch, dass dein Welpe anfangs durch die vielen neuen Eindrücke etwas verschreckt ist. Gewöhne ihn daher langsam an seine neue Umgebung, hierzu müssen auch nicht sofort alle Räume für ihn zugänglich sein. Eine zu Anfang eingegrenzte Umgebung, z.B. ein oder zwei Räume, reichen erst einmal vollkommen aus. Lasse deinem Welpen Zeit zur Eingewöhnung. Er wurde gerade von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt, zudem befindet er sich in einer völlig ungewohnten Umgebung mit neuen Gerüchen sowie Geräuschen und dann sind da auch noch diese fremden Zweibeiner. Das alles kann erst einmal ziemlich beängstigend auf deinen kleinen Vierbeiner wirken. Schenke ihm daher die ersten Tage besonders viel Geborgenheit und Ruhe, nutze die Zeit um eine Bindung zu ihm aufzubauen. Solltest du berufstätig sein, ist es hilfreich die erste Zeit Urlaub zu nehmen. So kann sich der Welpe optimal an dich gewöhnen und du kannst dich entspannt auf den Alltag mit ihm einstellen.

Schnupperstunde

Gib dir und deinem Welpen ausreichend Zeit euch gegenseitig zu beschnuppern. Eine Bindung zwischen Mensch und Hund kann auf verschiedene Weisen aufgebaut werden. Dein Welpe sollte durch kleine Übungen lernen, dass es sich lohnt auf dich und andere Familienmitglieder zu achten. Naheliegend ist hier natürlich der Bindungsaufbau durch Futter. Aber auch Streicheleinheiten stärken die Hund-Mensch-Beziehung und können als Belohnung fungieren, wenn der Kleine etwas richtig gemacht hat. Gemeinsam die ersten Spaziergänge meistern, Neues erleben und in dieselbe Richtung laufen. All das baut die Bindung zu deiner Fellnase auf.

Willkommensparty

Natürlich möchte auch der Freundeskreis den Neuankömmling begrüßen. Auch wenn es dir als stolzem Hundebesitzer schwer fällt, vertröste deine Freunde und Familie die ersten Tage mit Fotos von dem Kleinen. Denn ein Begrüßungskomitee gleich am ersten Tag würde deinen Welpen nur noch mehr verwirren und überfordern. Nachdem er sich in seinem neuen Heim mit neuem Herrchen bzw. Frauchen etwas wohler fühlt, kann auch nach und nach der Besuch kommen. Aber bitte nicht alle auf einmal! 😉

Ruheoase

Vor allem die ersten Tage sind sehr aufregend für deinen Welpen. Im einen Moment wird noch wild gespielt und kurze Zeit später schläft er tief und fest. Welpen haben ein hohes Schlaf- und Ruhebedürfnis. Schätzungsweise schlafen bzw. ruhen und entspannen sie ca. 15-22 Stunden am Tag. Da das gesamte Nervenkostüm deines Welpen noch längst nicht so stabil ist wie beispielsweise bei einem erwachsenen Hund, benötigen die Kleinen diese Ruhephasen um die Dinge aus dem Alltag zu verarbeiten, sich zu regenerieren und ihren Körper weiter auszubilden. Oftmals ist es uns Tierhaltern gar nicht bewusst wie anstrengend der normale Alltag für einen Welpen sein kann. Hierbei kann beispielsweise ein für dich entspannender kleiner Spaziergang für deinen Welpen Hochleistung sein. Wenn am gleichen Tag dann auch noch der Welpentreff und ein unerwarteter Besuch zu Hause anstehen, ist er schnell überfordert und auch übermüdet. Natürlich soll dein Welpe gerade in der Präge- und Sozialisierungsphase einige Dinge kennenlernen, streiche einfach ein paar Punkte vom Tagesplan deines Welpen und lerne seine Anzeichen zu erkennen wenn er eine Pause benötigt. Eine Ruheoase mit möglicherweise festen Ruhezeiten fern von Lärm und Ablenkung ist also essentiell für deinen kleinen Welpen. Ein Ort an dem er sich zurückziehen kann und trotzdem die Nähe zu seiner Familie spürt. Diese Ruhezone sollte auch von allen Familienmitgliedern akzeptiert werden. Strahle selbst Ruhe aus um deinem Welpen zur Entspannung zu verhelfen.

Die erste Nacht

Eine fremde Umgebung und dann auch noch völlige Dunkelheit – natürlich vermisst dein Welpe gerade in den ersten Nächten die Nähe zu seinem vertrauten Rudel. Richte ihm seinen Schlafplatz in der Nähe zu dir ein, denn du bist nun sein neues Rudel. Wahrscheinlich wird die erste Nacht relativ kurz werden. Für deinen Welpen ist es beängstigend, ohne den Körperkontakt zu seinen Geschwistern zu schlafen weshalb er möglicherweise nur schwer zur Ruhe kommt. Für manche Tierhalter ist es ganz klar, der Welpe schläft die ersten Nächte mit im eigenen Bett. Für andere kommt es überhaupt nicht in Frage den Hund überhaupt im Schlafzimmer schlafen zu lassen. Diese Regelung muss jeder Tierbesitzer für sich selbst treffen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der ersten Nacht ist die Sauberkeit. Welpen können Blase und Darm in den ersten Wochen und Monaten nur bedingt kontrollieren. Die Stubenreinheit muss erst antrainiert werden. Auch schlafen die Kleinen meistens nicht die ganze Nacht durch, weshalb es unter Umständen zu dem ein oder anderen Malheur in den ersten Nächsten kommen könnte. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten diese zu umgehen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, auch in der Nacht den Wecker zu stellen um regelmäßig mit ihm raus zu gehen. Oder er schläft in einer Box in deiner Nähe. Auch Welpen möchten ihr „Nest“ nicht verunreinigen und melden sich in der Regel wenn sie „mal müssen“. Missgeschicke sind in der Anfangszeit normal – Übung macht den Meister!

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Dieser Artikel wurde verfasst von Ramona Wald

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