Verreisen mit Hund

Veröffentlicht am 13 April 2018 6 Kommentare

 

Die Planungen für den nächsten Familienurlaub sind im vollen Gange. Doch sollten nicht wirklich alle Familienmitglieder mit in den Urlaub dürfen? Ob ein Spaziergang bei Sonnenuntergang am Strand oder eine Wanderung zu wunderschönen Plätzen in den Bergen, mit dem eigenen Hund werden diese Momente gleich noch schöner. Immer mehr Hundehalter möchten ihren Vierbeiner mit auf Reisen nehmen, so dass es auch mittlerweile einige Angebote zu „Ferien mit Hund“ gibt.

 

 

Das Reiseziel – Unterkunft

Wohin die Reise geht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine vorherige Wunschermittlung kann dir dabei helfen die richtige Art der Reise zu finden. Zu allererst solltest du eine grobe Vorstellung davon haben, in welcher Umgebung du gerne deinen Urlaub verbringen möchtest z.B. am Meer, in den Bergen oder doch lieber an einem See.

Sogar Kreuzfahrten mit Vierbeiner sind mittlerweile möglich. Der Wunsch nach einem erholsamen, ruhigen Urlaub mit Hund in Mitten einer Großstadt ist jedoch wohl eher seltener. Auch bei der Auswahl der Unterkunft ist etwas Planung gefragt, denn nicht in jeder Unterkunft ist ein Vierbeiner erwünscht. Ebenso spielt es eine Rolle, ob du mit einem oder mehreren Hunden anreist, denn oftmals ist nur eine bestimmte Anzahl von Haustieren in den Unterkünften erlaubt.

So schrumpft natürlich die Auswahl an Angeboten, jedoch sollte die Unterkunft trotzdem auf deine Bedürfnisse und Anforderungen und auf die deines Hundes abgestimmt sein. Von Ferienwohnungen oder Häusern über Hotels bis hin zum Campingplatz ist nach etwas Recherche doch vieles mit etwas Flexibilität möglich. Einige Hundebesitzer freuen sich über ein Haus mit einem eingezäunten Garten, anderen reicht nur ein Hotelzimmer aus, da sie tagsüber z. B. lange Wandertouren unternehmen möchten.

Manche Hundebesitzer möchten möglichst nah am Geschehen wohnen, andere hingegen wünschen sich viel Ruhe und ein wenig Abgelegenheit. Solche Kriterien solltest du natürlich bei deiner Buchung beachten.

 

 

Möglichkeiten der Anreise

Steht das Reiseziel fest, müssen auch die Möglichkeiten der Anreise geklärt werden. Hierbei kommt beispielsweise eine Reise mit PKW oder Bahn aber auch mit Flugzeug oder Fähre in Frage. Bei allen Anreisemöglichkeiten sind natürlich auf die Vorschriften und vor allem die Sicherheit deines Hundes zu achten. Nicht jede Transportart passt zu dir und deinem Vierbeiner. Beachte, dass dein Hund unter Umständen bei einer Flugreise je nach Größe auch als „Sondergepäck“ zählt und ohne dich im Frachtraum mitfliegen muss. Hierzu müssen spezielle Transportboxen nach Vorgaben vorab angeschafft werden, an diese solltest du deinen Hund bereits vor der Reise gewöhnen.

Am besten informierst du dich vor Buchung ausgiebig bei der entsprechenden Airline, sofern eine Flugreise für dich in Frage kommt. Bei Anreise mit der Fähre ist die Mitnahme deines Hundes meist kein Problem, solange die Fahrt nur ca. 1 bis 3 Stunden dauert. Bei vielen Überfahrten bleibt der Hund die Zeit im eigenen Auto oder darf mit dem Halter zusammen an Deck. Ob er dabei allerdings seekrank wird, ist eine andere Frage.

 

 

Auch für die Fahrt mit der Bahn gibt es bestimmte Vorschriften. Oftmals können kleine Hunde, die nicht größer als eine Hauskatze sind, in einer geeigneten unter den Sitz passenden Transportbox mitgeführt werden. Für größere Hunde herrscht hingegen Leinen- und Maulkorbpflicht während der Fahrt. Blinden- und Assistenzhunde dürfen übrigens kostenlos mitfahren.

Sofern dein Hund Autofahrten gut verträgt, wird dieses immer noch das klassische Transportmittel für die Fahrt in den Urlaub mit Hund bleiben. Was nicht bedeutet, dass es hierfür keine Sicherheitsvorschriften gibt. Dein Hund wird während der Fahrt als Ladung angesehen und muss so im Auto gesichert werden, dass er und die Insassen keiner Gefahr ausgesetzt sind. Informiere dich daher rechtzeitig über geeignete Sicherungssysteme für dein Fahrzeug um deinen Hund geschützt mit in den Urlaub zu nehmen. Vorteil dieser Anreiseart ist, dass dein Hund die Fahrt in gewohnter Umgebung und in der Nähe seines Halters verbringt. Außerdem können individuell nach den Bedürfnissen des Hundes Pausen eingelegt werden.

Denke daran deinem Hund gerade bei wärmeren Temperaturen während der Fahrt regelmäßig frisches Wasser anzubieten. Ein faltbarer Reisenapf für Wasser und auch für Futter lässt sich raumsparend auch im vollgepackten Auto verstauen. Diesen handlichen Napf kannst du nicht nur auf der Fahrt nutzen, sondern auch bestens auf Tagestouren mitnehmen. Schau doch mal im Blogbeitrag „Hitzefalle Auto“ rein, hier kannst du vielleicht noch ein paar Tipps für eure Reise mit dem Auto mitnehmen.

 

 

 

Fakten und Vorschriften

Innerhalb Europas gelten für die meisten Länder die EU-Einreisebestimmungen. Erforderlich sind hier ein EU-Heimtierausweis, ein Mikrochip oder Tätowierung zur eindeutigen Identifizierung des Hundes sowie eine gültige Tollwutimpfung.

Beim Auswärtigen Amt oder der jeweiligen Botschaft kannst du ganz einfach die individuellen Einreisebestimmungen der für dich in Frage kommenden Urlaubsziele in Erfahrung bringen. Auch bei Reisen innerhalb Deutschlands solltest du dich vorab nach den Hundeverordnungen des entsprechenden Bundeslandes erkundigen. Möglicherweise herrscht dort Leinenpflicht oder sogar je nach Rasse Maulkorbzwang.

Auch der Strandurlaub kann schnell getrübt werden, wenn unerwartet Leinenzwang gilt. Die Leinenpflicht kann je nach Reiseziel ganzjährig, nach Saison oder auch nach der Tageszeit variieren. So ist in manchen Gegenden der Freilauf beispielsweise von Oktober bis April erlaubt, wohingegen im Frühjahr und Sommer dort Leinenpflicht herrscht. Auch gibt es Strände an denen dein Hund nur von 19 bis 09 Uhr frei laufen darf. Ein frühzeitiges Informieren ist hier angebracht, da die Gesetze und Verordnungen in den jeweiligen Urlaubszielen sehr von einander abweichen können. Mit einer längeren Leine oder sogar Schleppleine kannst du deinem Hund trotz Leinenpflicht ein wenig mehr Freiraum verschaffen.

 

 

Reisevorbereitung

Nun heißt es, Koffer packen! Und natürlich möchte deine vierbeinige Urlaubsbegleitung auch einen eigenen Koffer. Aber an was musst du eigentlich alles denken?

In jedem Falle gehört das Hauptfutter mit Futter- und Wassernapf, ein Halsband und/oder Geschirr sowie eine Leine und auch eine Liegedecke oder Körbchen mit ins Gepäck. In sehr hundefreundlichen Unterkünften könnte dich eventuell auch die eine oder andere Grundausstattung in Form von Näpfen oder Liegedecken erwarten. In anderen Unterkünften sind Hunde zwar erlaubt, jedoch bleibt es hierbei auch nur bei der Duldung und es gibt keine besonderen Aufmerksamkeiten deinen Hund betreffend.

Ein wenig Recherche bei der Auswahl des Reiseziels lohnt sich also. Natürlich dürfen die Lieblingsspielzeuge und Leckerlies im Urlaub nicht fehlen. Eine schwimmfähige Frisbee eignet sich zum Beispiel hervorragend um ausgedehnt am Meer oder See zu spielen und zu toben.

 

 

 

Sind lange Wandertouren eher das Richtige für dich um deinen Kopf freibekommen? Dann denke nicht nur an dein geeignetes Schuhwerk, sondern auch an das deines Hundes.
Beim Wandern müssen Hundefüße unebene, teilweise scharfkantige und auch je nach Witterung heiße Untergründe meistern. Lege also in der abendlichen Kuschelstunde ein besonderes Augenmerk auf die Pfoten deines Hundes und suche sie nach möglichen Verletzungen ab. Wenn du deinem Vierbeiner nun im Anschluss noch eine Pfotenmassage inkl. Pfotenpflege gönnst, ist ein Wellness-Urlaub für ihn garantiert ;-).

Du könntest auch die Pfoten mit einem Hundeschuh schützen. Dieser sollte allerdings auf die Pfoten deines Hundes abgestimmt sein und am besten schon vor der Fahrt in den Urlaub ein paar Mal probegetragen werden.
Es gibt jedoch Hunde die diesen seltsamen Fremdkörper überhaupt nicht mögen und sich damit sehr unwohl fühlen.

Sollte sich deine Fellnase doch einmal verletzten, ist es ratsam mit einem Reise-Set für die erste Hilfe sowie mit Verbandsmaterial und z.B. einer Bandage, ausgestattet zu sein. Für schlimmere Verletzungen solltest du dich allerdings bestenfalls vor Anreise nach dem nächstgelegenen Tierarzt vor Ort erkundigen. Auch ein kurzer Check-Up beim heimischen Tierarzt vor Abreise schadet nicht. So kannst du sicher sein, dass dein Hund fit mit in den Urlaub fährt und noch letzte Fragen klären.

An alles gedacht? Dann wünschen wir euch einen spannenden und zugleich erholsamen Urlaub!

Wir freuen uns auf eure Fragen und Kommentare.

Liebe Grüße,

Ramona

 

 

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Dieser Artikel wurde verfasst von Nadine Avermann

6 Kommentare

  • Sabine says:

    Urlaub ohne Hund wäre für uns undenkbar.
    Wir haben uns vor vielen Jahren extra wegen der Hunde ein Wohnmobil gekauft, beide Hunde (Rottweiler) liebten es mit dem WoMo zu verreisen, immer woanders, neue Gerüche und neue Hundekumpel.
    Jetzt gibt es nur noch einen Hund, auch hier Urlaub mit WoMo, obwohl es jetzt mit einem Rottweiler einfacher ist Unterkünfte zu bekommen.

    • Hallo Sabine,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Das hört sich nach tollen und spannenden Urlauben an die ihr da mit euren Vierbeinern erleben durftet. 🙂 Wir hoffen es werden noch viele, viele weitere! 😉

      Viele Grüße,

      Nadine

  • H. M. says:

    Urlaub mal mit, mal ohne die Hunde…

    Ich bin Vollzeit-Frauchen für unsere beiden Hunde – Labrador und Schäferhund – und bin mit ganzem Herzen bei ihnen. Einen Urlaub genieße ich allerdings auch mal ohne die beiden, weil wir eine große fünfköpfige Familie sind, und jeder – auch ich selbst natürlich – auf seine Kosten kommen sollte. Da ich 350 Tage im Jahr für alle sorge, genieße ich es, 2 Wochen im Sommer “nur” an mich und meine “Menschenfamile” denken zu müssen, während ich unsere Hunde in sehr guten, liebevollen privaten Hundesitter-Händen weiß. Die anderen Urlaube – im Frühjahr und im Herbst – genießen wir dann zu siebt! Auch das empfinden wir alle als wunderschön und sind dann umso lieber bereit, die Bedürfnisse unserer beiden vierbeinigen Familienmitglieder in den Vordergrund zu stellen!

  • Da kann ich mich dem obigen Kommentar nur anschließen. Für uns gibt es auch nur Urlaub mit unserem Hund. Wir campen und das macht auch Pauli viel Freude!

  • Lisa says:

    Vielen Dank für den tollen Beitrag und die wertvollen Tipps! Ich finde es persönlich ganz wichtig, dass der Hund mit in den Urlaub kommt, da er einfach zur Familie gehört. Und dann richte ich mich auch enstprechend danach, bzw. schaue nach Unterkünften, wo Hunde erlaubt sind. Für mich käme ein Urlaub ohne meinen Carlos nicht in Frage.
    Liebe Grüße
    Lisa

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