Da ist der Wurm drin: Befall von Hunden und Katzen

Veröffentlicht am 17 März 2017 7 Kommentare
Parasitäre Würmer sind zwar kein schönes Thema, aber ein sehr wichtiges, denn jeder fünfte Hund und jede dritte Katze in Deutschland sind von ihnen betroffen. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Entwurmung wichtig. Hier erklären wir, wie man erkennt ob das eigene Haustier Würmer hat und was man dagegen tun kann.

 

Was ist eigentlich eine Wurminfektion?

Eine Wurminfektion wird in der Fachsprache Helminthiasis genannt. Dabei unterscheidet man in Vermes oder Helminthen, wobei Vermes an ihren Wirt angepasst sind und Helminthen sich zusätzlich auch von Zwischenwirten ernähren. Würmer sind sogenannte endogene (innere) Parasiten und entziehen dem Wirt, den sie befallen haben, nicht nur Nährstoffe, sondern auch Blut und Energie. Das schwächt auf lange Sicht den Organismus des Tieres und kann vor allem bei Welpen, Kätzchen und Jungtieren zum Tod führen.

 

Wie kommt der Wurm ins Tier?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie unsere Lieblinge Würmer bekommen. Hakenwürmer zum Beispiel gelangen über die Haut in den Körper der Tiere, werden aber auch wie Spulwürmer von einer werdenden Hundemutter auf ihre Welpen übertragen. Auch trächtige Katzen geben die fiesen Würmer an Junge weiter.

Schnüffelt der Hund an fremden Häufchen besteht die Möglichkeit Parasiteneier über die Schnauze aufzunehmen. Freigänger-Katzen, die wilde Mäuse oder rohes Fleisch fressen, können ebenfalls von Würmern befallen werden. Außerdem übertragen Flöhe und manche Mücken die tückischen Parasiten.

 

 

Auf diese Symptome sollte man achten

Ein sehr eindeutiges Anzeichen dafür, dass ein Hund womöglich Würmer hat: Durch den Juckreiz am After rutscht er auf seinem Po über den Boden. Es können Symptome auftauchen wie (blutiger) Durchfall oder mehrmaliges Erbrechen. Dazu kommen noch Gewichtsverlust, Müdigkeit und Hautreizungen. Bei Katzen verläuft die Erkrankung oft unerkannt und harmlos ab. Sind sie aber doch schlimmer befallen, zeigen die Sanftpfoten dieselben Anzeichen wie Hunde, lediglich der Haarausfall am Rücken und stumpfes Fell sind zusätzliche Symptome der Stubentiger. Bei Welpen und Kätzchen ist häufig ein Blähbauch festzustellen.

Bei fortschreitender Erkrankung treten die Symptome schlimmer auf und es kann zur Abmagerung, zum Darmverschluss oder zu chronischen Erkrankungen kommen. In ganz extremen Fällen erkrankt ein Hund sogar an Gelbsucht oder Blutarmut. Deshalb am besten so schnell es geht zum Tierarzt!

Lässt man den Wurmbefall nicht behandeln, birgt das nicht nur für Risiken für das Tier. Auch auf Menschen können Würmer übertragen werden. Dabei spricht man dann von Zoonose. Würmer können auch bei uns chronische Erkrankungen und Organschäden hervorrufen, deshalb sollte man bei betroffenen Haustieren immer gut auf seine eigene Hygiene achten, indem man nach jedem Kontakt seine Hände wäscht. Der Herzwurm kann sogar tödlich sein, weshalb man unbedingt so früh wie möglich beim Tierarzt eine Diagnose feststellen lassen sollte, um schnell handeln zu können.

 

Wie kann ich Würmern vorbeugen?

Auf Empfehlung der Tierärzte sollte man seinen Hund regelmäßig entwurmen und aufpassen, dass er möglichst keine toten oder lebende wilde Kleintiere frisst. Eine intakte Darmflora des Haustiers ist eine gute Voraussetzung, um den Biestern entgegen zu wirken. Dafür eignet sich zum Beispiel das Darmaktivierungsset für Hunde oder das Darmkur-Set für Katzen von Vet-Concept. Hilfreich ist außerdem eine faserstoffreiche Nahrung, wie mit dem Vet-Concept Care Pack für Hunde und dem Cat Care Sensitive Futter. Ratsam ist es, den Liebling flohfrei zu halten, da auch Flöhe die Parasiten übertragen können. Sollte man seinen Hund mit auf Reisen in den Süden nehmen, wo verbreitet Herzwürmer auftauchen, sollte man als Vorsichtsmaßnahme spezielle Mittel vor und nach dem Urlaub verabreichen. Herzwürmer sind überwiegend auf den Kanarischen Inseln, in Südfrankreich, Spanien und in der italienischen Poebene vertreten, kommen aber auch in Andalusien und Afrika vor.

 

Ab zum Tierarzt

Um den Verdacht zu bestätigen oder eine richtige Diagnose stellen zu können, kann es sein, dass man eine Kotprobe seines Hundes zum Tierarzt bringen muss. Der Tierarzt untersucht die Probe mikroskopisch und stellt fest, welche Wurmart den Hund befallen hat. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass man weitere Kotproben abgeben muss, da die Eier mancher Wurmarten unregelmäßig ausgeschieden werden. Wenn der Tierarzt keine Art feststellt, der Vierbeiner aber trotzdem Symptome aufweist, wird für gewöhnlich noch ein Bluttest gemacht.

Der Tierarzt stellt dann eine Diagnose und verschreibt eine Wurmkur für den Liebling. Dabei gibt es verschiedene Mittel von Pulver bis hin zu Mitteln mit milder Wirkung für Jungtiere.

 

Ihr habt noch Fragen oder auch Tipps und Anregungen? Schreibt uns in den Kommentaren!

Wir freuen uns! 🙂

Liebe Grüße,

Nadine

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Dieser Artikel wurde verfasst von Nadine Avermann

7 Kommentare

  • Monika says:

    Da mein Dogo Argentino an chronischen Hautleiden unklarer Ursache leidet, hat mir eine Hunde-Heilpraktikerin empfohlen, das 9 Jahre alte “durchgeimpfte” Tier weder zu impfen noch eine Wurmkur zu machen, da dies seine Abwehrkraefte schwaecht. Statt dessen foedern wir seine Abwehrkraefte durch die Gabe von VetConcept Praeparaten. Ich achte immer auf den abgesetzten Kot (weil ich ihn ja auch eintuete). Muesste ich Wurmbefall nicht am Kot erkennen koennen?
    Gruss aus Dortmund

  • Ellen says:

    Ich betreute an meinem Arbeitsplatz zwei halbwilde Katzen die sich mittlerweile von mir anfassen lassen. Bei dem Kater habe ich letzte Woche gesehen wie ein Wurm aus seinem After kroch. Ich habe sofort bei dem hiesigen TA Tabletten gegen Wurmbefall gekauft und diese dem Kater mit einer Dose Thunfisch verabreicht. Die Katze frist leider keinen Fisch und so hab ich noch keinen Weg gefunden sie zu behandeln da beide während des Fressens ihre Plätze tauschen. Hat jemand einen Tipp?

    • Elena Ajale says:

      Zum entwurmen von Katzen, die sich anfassen lassen gibt es ein SPOT ON . Es isein Tübchen mit wenig Flüssigkeit. Das gibt man der Katze in den Nacken, also ein Stelle wo sie nicht abschlecken kann.

  • Silvia Schneider says:

    Sehr interessant….danke für die Info

  • Lutz Borghardt says:

    Hier ist viel Halbwissen verarbeitet worden!
    Hunde rutschen NICHT auf dem Popo, wenn sie Würmer haben! Sie rutschen auf ihrem Popo, wenn ihre Analbeutel erkrankt sind. Juckreiz verursachen, gibt es nur beim Menschen oder bei Pferden.
    Nur durch das schnüffeln an einem fremden Kothaufen, kann sich kein Hund mit Würmern anstecken. Eine Untersuchung einer Kotprobe beim Tierarzt, wird nie alle Darmparasiten erfassen können. Es gibt auch noch andere Darmparasiten, die keine Würmer sind!
    Im Alltag wird nur der Fuchsbandwurm für den Menschen gefährlich sein können. Dafür muss das Tier aber Mäuse fressen und wir Menschen müssen Hunde oder Katzenkot essen…
    Ich denke, das ist gar nicht so einfach ist, als Hund oder als Katze Würmer zu bekommen. Die Ansteckungsgefahr ist bei jedem Patienten ganz verschieden. Der Abstand der Entwurmung oder der Kotuntersuchung ist daher bei jedem Tier anders.

    Lutz Borghardt, Tierarzt

    • Lieber Herr Borghardt, es tut uns leid, dass Ihnen der Blogbeitrag zum Thema Wurmbefall nicht vollständig zusagt.
      Ihrer Aussage, dass die Symptome eines solchen Befalles sehr unterschiedlich ausfallen können, stimmen wir zu.
      Daher empfehlen wir im Artikel als auch in der täglichen Beratung immer einen Arztbesuch zur eindeutigen Diagnose.
      Wir werden Ihre Anregungen an unsere tierärztliche Abteilung weitergeben und senden viele Grüße aus Föhren,
      Ihr Vet-Concept Blog-Team

  • Renate says:

    Uns ist es bislang zum Glück erspart geblieben. Gott sei Dank aber auch.

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