Baby und Vierbeiner – geht das?

Veröffentlicht am 27 April 2017 2 Kommentare

 

 

Ein neues Familienmitglied – mit zwei Beinen – ist auf dem Weg. Das sorgt für viel Aufregung und Freude, aber auch für Herausforderungen und Veränderungen. Wenn Baby und Haustier aufeinander treffen, gibt es viel zu bedenken und tausend Fragen schwirren einem im Kopf herum. Zum Einen kann das Aufwachsen mit einem Haustier das Sozialverhalten des Kindes verbessern und die Nähe zu Tieren und zur Natur schon früh zur Normalität werden lassen. Zum Anderen geht es um die Sicherheit und Hygiene des Kindes und es ist mit einem hohen Aufwand verbunden.

 

Wie man Tier und Kind am besten zusammen bringen kann und welche Tipps und Tricks dabei helfen können, eine gute und sichere Beziehung zwischen den beiden Lieblingen aufzubauen, möchten wir in diesem Artikel einmal für Euch zusammenfassen.

 

2 Tipps, die schon vor der Babyplanung helfen:

 
1.    Sozialisation beginnt schon im Welpenalter
Schon von Beginn an sollten die Hunde oder Katzen sozialisiert und im besten Fall an Kinder gewöhnt werden.
 
2.    Regelmäßige Tierarztbesuche sollten Normalität sein
Grundlegend ist es natürlich bereits vor, während und nach der Schwangerschaft regelmäßig mit den Haustieren zum Tierarzt zu gehen und alle Impfungen, Wurmkuren usw. auf dem neuesten Stand zu halten, um für die Sicherheit von Kind und Tier zu sorgen!

 

 

 

4 Tipps, die du schon während der Schwangerschaft anwenden kannst:

 

1.    Beziehe dein Haustier in die kommenden Veränderungen ein
Damit sich der Vierbeiner genauso auf das Baby einstellen kann wie du, solltest du schon früh anfangen ihn auf das neue Familienmitglied vorzubereiten. Wird beispielsweise das Kinderzimmer eingerichtet, solltest du deinen Hund oder deine Katze nicht ausschließen. Am besten lässt man sie zugucken und lässt zu, dass sie alles beschnüffeln und entdecken können.
 
2.    Gewöhne dein Haustier schon früh an neue Regeln
Da das Kind natürlich in diesem Raum schlafen wird, ist es anzuraten, dass du deinen kleinen Begleiter daran gewöhnst, dass er das Zimmer nicht mehr betreten darf, nachdem er genug Zeit hatte alles zu erkunden. Das ist wichtig, damit sich z.B. Stubentiger auf der Suche nach einem kuscheligen Plätzchen nicht in das Babybett legen. Ansonsten kann ein Netz über dem Bett des Kindes ebenfalls Abhilfe schaffen.
 
3.    Mache deinen Vierbeiner mit dem neuen Umgang vertraut
Je weiter die Geburt heranrückt, desto mehr sollte das Tier darauf vorbereitet werden, dass sich nicht nur die Einrichtung ändern wird, sondern jemand Neues in die Familie kommt, der Vorrang hat. Auch hier ist es ratsam, sie von Vornherein langsam daran heranzuführen, dass ihnen eventuell nicht mehr die 100%ige Aufmerksamkeit geschenkt werden kann. So ist es für die Fellnasen keine so große Überraschung, wenn sie auf einmal anders behandelt werden, sobald das Baby da ist.
 

4.    Bereite deinen Hund oder deine Katze auf die neuen Gerüche vor

Um die Vorbereitung perfekt zu machen, kannst du deinen Vierbeiner bereits auf die neuen Gerüche einstellen. Herrchen, die es sehr ernst damit nehmen, können schon vorher Öle, Cremes oder Puder auf die Haut auftragen, die auch das Neugeborene tragen wird, wenn es nach Hause kommt.

 

 

6 Tipps, worauf zu achten ist, wenn das Baby da ist:

1.    Das erste Kennenlernen von Baby und Haustier
Das neue Familienmitglied ist also da – herzlichen Glückwunsch! Doch wie sollte die erste tatsächliche Begegnung von Haustier und Baby ablaufen? Das ist wie immer Ansichtssache und sehr individuell. Die Einen wollen Kontakt mit Tier und Baby in der ersten Zeit komplett vermeiden, während die Anderen darauf bestehen, dass dieser bereits ganz zu Anfang das Wichtigste für die Beziehung ist. Das kommt natürlich auch sehr auf den Charakter des Tieres an. Wenn man Vier- und Zweibeiner vertraut machen möchte, sollte man auf Nummer sicher gehen, immer eingreifen können und die beiden natürlich nie aus dem Blick lassen.
 
2.    Lasse Tier und Baby nie allein in einem Raum
Das gilt für die ganze Kindheit – sowohl Haustier, als auch Baby können manchmal unberechenbar sein. Deshalb sollten Tiere und kleine Kinder nie allein in einem Raum sein!
 
3.    Hygiene ist das A und O
Viele haben trotz regelmäßigen Tierarztbesuchen Angst vor Krankheiten (Zoonosen), mit denen sich das Neugeborene anstecken kann. Jedoch kann man diese Gefahr zuverlässig verringern, indem man neben den Arztbesuchen auf eine ausreichende Hygiene achtet. Händewaschen nach jedem Kontakt mit dem geliebten Vierbeiner ist zum Beispiel maßgebend. Zusätzlich kommt immer wieder die Frage auf, ob Kinder durch Haustiere Allergien entwickeln können. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein: die „Detroit Childhood Allergy Study“ von Ganesa Wegienka vom Henry Ford Hospital in Detroit zeigt, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen, nicht häufiger Tierallergien entwickeln, als Kinder, die ohne Haustier aufwachsen. Oft kann es sogar sein, dass sie seltener Allergien zeigen.
 
4.    Auch Vierbeiner brauchen ihren Freiraum
Und wenn die Gefahr nicht bei Krankheiten sondern bei Verletzungen liegt? Auch dafür kann man gut vorsorgen, indem Hund oder Katze ihren eigenen Bereich haben. Dazu zählt vor allem der Fressnapf! Dieser sollte unbedingt für das Kind unzugänglich gemacht werden. Neben dem Napf sollte das Haustier aber auch einen ruhigen Ort haben, wo es ungestört sein kann. Hier eignet sich natürlich der Schlafplatz, den man eventuell in einen Raum verlegt, wo das Baby oder Kleinkind nicht hinkommt.
 
5.    Nicht nur Tiere, sondern auch Kinder sollten Rücksicht nehmen
Abgesehen von dem Verhalten des Vierbeiners, sollte man auch in der Entwicklung des Kindes Wert darauf legen, diesem genauso Rücksicht vor dem Haustier beizubringen, wie man es andersherum tut.
 
6.    Durch diese Tipps Eifersucht vermeiden
Eifersucht ist eines der größten Bedenken, wenn es um Kinder und Hunde geht. Tatsächlich betrifft das Thema eher Hunde, die ja bekanntlich Rudeltiere sind, während Katzen als Einzelgänger weniger damit zu kämpfen haben. Die genannten Tipps können gut dazu beitragen, dass Eifersucht und Beschützerinstinkt gar nicht erst zum Thema werden.

 

 

Fazit: es geht!

Tatsache ist, eine gute und harmonische Beziehung zwischen Vierbeiner und kleinem Zweibeiner ist mit viel Zeit und Feinfühligkeit verbunden. Aber wenn man das investiert, dann steht den schönen und berührenden Momenten einer Tier-Kind-Freundschaft nichts im Wege.

Ihr habt noch Fragen oder auch Tipps und Anregungen? Schreibt uns in den Kommentaren!

Wir freuen uns! 🙂

Liebe Grüße,

Tina

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Dieser Artikel wurde verfasst von Tina Fendel

2 Kommentare

  • Susana Vazquez says:

    Hallo eine Frage unser erstes Kind kommt bald auf die Welt,wir hätten gern einen Hund.was empfiehlt Ihr mir als ersten Hund mit Kind einen Welpen oder eine Hund aus einem Tierheim? Und wie alt sollte das Kind sein?
    Schönen Abend

    • Hallo Susana,
      die Anschaffung eines Haustiers (Egal ob Hund, Katze oder Meerschweinchen) ist nicht einfach, daher empfehlen wir dir zur Auswahl des passenden Hundes einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
      Viele Hundeschulen/ Hundetrainer helfen auch bei der Suche des passenden Vierbeiners, frag dort einfach mal nach.
      Liebe Grüße,
      Nadine

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